Ausgeleget !


 

Bibelwort: Lukas 21,5-19

 

Und da soll man sich nicht fürchten? In unserer Welt bleibt „kein Stein auf dem anderen“, wie es

im heutigen Evangelium heißt: Klimawandel und Plastikvermüllung sind nur die markantesten

Beispiele für unsere sich dramatisch wandelnde Welt. Dazu kommen die Säkularisierung

und der Bedeutungsverlust der Kirche usw. usf. Und da soll man sich nicht fürchten?

Beinahe zynisch klingt es, das heutige Evangelium als Frohbotschaft und nicht als Drohbotschaft

anhören zu sollen.

Das Evangelium beschreibt die Wahrnehmung der damaligen Lebenswelt – eine angesichts

der Bedrohung durch die römische Besatzung aus den Fugen geratene Welt. Unsere Welt heute

ist globaler (und somit vielleicht noch bedrohlicher), und auch für viele Menschen heute ist die Welt

aus den Fugen geraten.

Nein, es ist kein „schönes“ Evangelium heute, aber es ist für mich in allem und trotz allem

ein trostvolles Evangelium. „Die Gegenwart Gottes in allen Dingen suchen“, ist ein prominentes Wort

des heiligen Ignatius von Loyola. In allen Dingen, in allen Erfahrungen, in allem Schönen und

auch im Schwierigen ist Gott gegenwärtig. In allem kann und will sich Gott mir zeigen.

„Wenn ihr standhaft bleibt, werdet ihr das Leben gewinnen.“ In diesem Glauben an Gott in allen Dingen

will ich „standhaft“ bleiben. Also treu, beständig und vertrauend, dass in allem gegenwärtig ist und

mir in allem das Leben schenken will.

Christine Rod MC

 

 


 

 




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